Name: Martin "Mart" Lee Gore
geboren: 23.07.1961 in London
Haarfarbe: Blond - Naturlocken
Augenfarbe: Grün
Größe: 1,74m
Eltern: Pamela und David Gore*
Geschwister: Karen und Jaqueline
Familienstand: geschieden von Suzanne (1994 bis 2004); Kinder : Viva-Lee, geb.1991; Ava-Lee, Geb. 1995; Calo Leon, geb. 27.7.2002., Juni 2014 veheiratet mit Kerrilee Gore (Kaski)
Hobbys: Musik, Videospiele, Gitarre spielen
erlernter Beruf: begonnene Lehre als Bankkaufmann (abgebrochen 1981)


Martin wurde am 23.07.1961 in London geboren. „Ich wuchs die ersten Jahre in Dagenham auf, wo Dad bei Ford arbeitete und Mum Telefonistin in der Autofabrik war. Dann zogen wir nach Hornchurch in Essex und noch ein Jahr später zogen wir wieder um, diesmal ins Zentrum des Universums – Basildon.“ Dort lebte er mit seiner Mutter Pamela, seinem Stiefvater David und seinen Halbschwestern Jaqcueline (*1968) und Karen (*1969). Dass David sein Stiefvater war, erfuhr er im Alter von 13 Jahren von seiner Mutter. *Sein leiblicher Vater war ein farbiger Amerikaner, das erfuhr er aber erst vor der Geburt seiner ersten Tochter.

Martin war ein braves Kind und wuchs in einer stabilen Familie auf und verlebte, nach seiner eigenen Aussage, eine „normale Kindheit“. Da er nur wenige Freunde hatte, verbrachte er die meiste Zeit allein in seinem Zimmer und las viel, vorzugsweise Märchenbücher. „Ich war ein seltsames Kind, sehr introvertiert  und genoss es, allein zu sein.“ In der Schule war er trotz seiner zurückhaltenden Art ein Musterschüler, ganz im Gegenteil zu seinen eher mittelmäßig begabten Mitschülern Vince Clarke und Andrew Fletcher. Zu seinen Vorlieben in der Schule gehörten besonders Cricket und Sprachen, für die er ein Talent besaß. Letzteres ermöglichte ihm, im Alter von 15 Jahren an einem Austauschprogramm für Schüler teilzunehmen. So verbrachte er im Jahr 1976 mehrere Wochen bei einer deutschen Bürgermeister-Familie in Bargen im Kreis Erfde. Dort gefiel es ihm so gut, dass er 1977 und 1978 noch einmal ins norddeutsche Schleswig-Holstein zurückkehrte. Als er 1977 nach England zurückkam, begann er eine Lehre zum Bankkaufmann in London, die er aber – zum Glück – nach 1 ½  Jahren abbrach. „Es war eine stupide Arbeit…“

Bereits im Alter von 12 Jahren unternahm er seine ersten, noch zaghaften Versuche, Songs zu schreiben und gründete die Musikgruppe „Norman and the Worms“. „Wahrscheinlich, wenn ich darauf zurückblicke, waren die Songtexte schrecklich, aber damals war ich stolz drauf!“ 1980 gründete er zusammen mit Vince Clarke und Andrew Fletcher die Band „Composition of Sound“, aus der später „Depeche Mode“ hervorging. Zunächst war Vince für die Texte verantwortlich. Erst nach seinem Ausstieg 1981 zeigte sich, was für ein begabter Musiker und genialer Songwriter in Martin steckte. Durch sein Faible für Deutschland  überredete er seine Bandkollegen, die nächsten Alben in den Hansa-Studios in Berlin aufzunehmen. Dort lernte er auch seine damalige Freundin Christina Friedrich kennen und entschied sich, von 1985-1987 ganz nach Berlin zu ziehen. Gemeinsam bewohnten sie eine kleine Wohnung in der Heerstraße/ Charlottenburg*. Als Kind eher zurückhaltend und schüchtern, brach er zu dieser Zeit aus seinen alten Verhaltensmustern aus und liebte es, seinen Tick für SM-Lederklamotten, Strapsen und Make up auszuleben. 2005 sagte er in einem Interview: „Meine Kinder finden es peinlich, wenn sie auf alten Fotos sehen, wie ihr Vater damals rumgelaufen ist. Ehrlich, seit dem sie die Fotos das erste mal gesehen haben, nehmen sie mich nicht mehr ernst. Sehr zu ihrer Freude habe ich meine ganze Autorität bei ihnen verloren.“ (* vielen Dank an Falk N.)

Nach 6 erfolgreichen Depeche Mode-Alben veröffentlichte Martin 1989 sein erstes Soloalbum, „counterfeit“. 2002 folgte „counterfeit²“ (counterfeit=nachgemacht). Damit war er aber weniger erfolgreich und massenwirksam unterwegs als mit Depeche Mode. Jedoch auf Grund seiner Qualitäten als Songwriter wurde er 1999 in England mit dem „Ivor Novello – Award“ ausgezeichnet.

1994 heiratete er Suzanne Boisvert und bekam mit ihr drei Kinder, Viva-Lee (*1991), Ava-Lee (*1995) und Calo Leon (*2002). 2006 ließen sie sich jedoch wieder scheiden. Dieses Trauma verarbeitete Martin im Song „Precious“ der  auf dem „Playing the Angel“-Album 2006 erschien, auf dem auch zum ersten mal Dave Gahan 3 Songs beigesteuert hat. Bis dahin weigerte sich Martin , die von Dave geschriebenen Titel auf den Alben zu veröffentlichen. Auf neue klangliche Erkundungstouren ging Martin auch auf dem 12. Studioalbum „Sounds of the Universe“. Im Vorfeld konnte man lesen, dass er die Online-Tauschbörse „Ebay“ um alle verfügbaren Analogsynthis erleichterte. Seine Experimentierfreudigkeit trägt in Anbetracht der Verkaufszahlen und Chartplatzierungen Früchte. Martin ist der unangefochtene „Outfit-Guru“ der Truppe und überrascht wiederholt mit extravagantem Bühnentextil. Im Laufe der Jahre setzte er damit einige Trends und ist außerdem der BESTE Songwriter der Welt. Einfach TOP! „…again and again Mart.“